T wie...
Theory of Mind (ToM)
Theory of Mind beschreibt die Fähigkeit, zu erkennen, dass andere Menschen eigene Gedanken, Gefühle, Überzeugungen und Absichten haben, die sich von den eigenen unterscheiden können.
Diese Fähigkeit entwickelt sich schrittweise bereits in der frühen Kindheit. Bei autistischen Menschen können sich Besonderheiten beim Verstehen und Interpretieren sozialer Situationen zeigen. Die Annahme, dass autistischen Menschen grundsätzlich die Theory of Mind fehlt, ist wissenschaftlich umstritten. Theory of Mind ist zudem nicht mit Empathie gleichzusetzen

Teilhaberecht – Recht auf Dazugehören
Teilhabe bedeutet, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und dieses mitgestalten zu können. Dazu gehören beispielsweise Bildung, Arbeit, Wohnen, Freizeit und soziale Beziehungen.
Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe. Das SGB IX und die UN-Behindertenrechtskonvention bilden dafür wichtige rechtliche Grundlagen. Individuelle Unterstützungsleistungen, Assistenz und der Abbau von Barrieren sollen Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen.

Therapieempfehlung – was passiert wirklich?
Eine Therapieempfehlung ist eine fachlich begründete Einschätzung, welche therapeutischen Maßnahmen für einen Menschen geeignet und hilfreich sein könnten.
Bei Autismus, ADHS oder anderen Entwicklungsbesonderheiten sollten Empfehlungen individuell, bedürfnisorientiert und unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgen. Dabei sind die Wünsche und Ziele der betroffenen Person zu berücksichtigen. Ziel ist es, Belastungen zu verringern, Fähigkeiten zu unterstützen und die Lebensqualität zu verbessern.

