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Dopaminhaushalt
Der Dopaminhaushalt bezeichnet die Regulation des Neurotransmitters Dopamin im Gehirn. Dopamin ist wesentlich an Antrieb, Motivation, Belohnungsverarbeitung, Aufmerksamkeit und Bewegungssteuerung beteiligt. Ein Ungleichgewicht – etwa zu wenig Dopamin – wird mit Störungen wie ADHS, Depressionen oder Parkinson in Verbindung gebracht. Ein dauerhaft gestörter Dopaminhaushalt kann sich auf das emotionale Gleichgewicht, das Lernverhalten und die Selbstregulation auswirken.
Quelle:
Volkow, N.D. et al. (2009): Dopamine in drug abuse and addiction: results from imaging studies and treatment implications. Molecular Psychiatry, 14, 560–576.
Krause, K.-H. et al. (2003): ADHS und Dopamin. In: Nervenarzt 74(7), 579–586.
Nestler, E.J. et al. (2009): Molecular Neuropharmacology: A Foundation for Clinical Neuroscience. McGraw-Hill.

Dyskalkulie
Dyskalkulie (auch: Rechenstörung) ist eine spezifische Lernstörung, bei der das Verständnis für Zahlen, Mengen, Rechenoperationen und mathematische Zusammenhänge stark beeinträchtigt ist – trotz normaler Intelligenz und schulischer Förderung.
Betroffene haben z. B. Schwierigkeiten beim Zählen, Rechnen oder beim Erfassen von Größenverhältnissen. Die Störung tritt häufig zusammen mit anderen Lern- oder Entwicklungsbesonderheiten auf, wie ADHS oder Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Quelle:
WHO (2019): ICD-11 – Internationale Klassifikation der Krankheiten
„Dyskalkulie ist eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten mit einer umschriebenen Beeinträchtigung des arithmetischen Verständnisses.“
Bundesverband Legasthenie & Dyskalkulie e. V. (BVL): www.bvl-legasthenie.de
Krajewski, K. & Schneider, W. (2009): Diagnostik und Förderung bei Rechenschwäche. Göttingen: Hogrefe

Dyspraxie
Dyspraxie (auch: Entwicklungsdyspraxie oder Entwicklungsstörung der motorischen Koordination) ist eine neurologisch bedingte Störung, bei der die Planung und Ausführung von Bewegungen beeinträchtigt ist. Betroffene haben Schwierigkeiten mit fein- und grobmotorischen Abläufen, z. B. beim Schreiben,
Anziehen oder beim Sport. Auch sprachliche oder alltägliche Handlungsabfolgen können betroffen sein. Dyspraxie tritt häufig gemeinsam mit ADHS, Autismus oder Lernstörungen auf und bleibt oft lange unerkannt.
Quelle:
DSM-5, American Psychiatric Association (2013):
„Die Störung der motorischen Koordination beeinträchtigt deutlich die täglichen Aktivitäten und Leistungen in Schule, Beruf oder Alltag.“
Zwicker, J.G. et al. (2012): Developmental Coordination Disorder: A Review and Update. European Journal of Paediatric Neurology, 16(6), 573–581.
Dyspraxie Online e. V.: www.dyspraxie-online.de

