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Exekutive Funktionen


Exekutive Funktionen sind übergeordnete Denk- und Steuerungsprozesse des Gehirns, die helfen, Handlungen bewusst zu planen, zu steuern und flexibel an neue Situationen anzupassen. 

 

Dazu gehören u. a. Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle, Handlungsplanung, Emotionsregulation und kognitive Flexibilität. Sie sind essenziell für das Lernen, das soziale Miteinander und den Alltag. Störungen exekutiver Funktionen treten häufig bei ADHS, Autismus oder nach neurologischen Beeinträchtigungen auf.

 

Quelle:

Diamond, A. (2013): Executive functions. Annual Review of Psychology, 64, 135–168.

„Exekutive Funktionen ermöglichen zielgerichtetes, selbstreguliertes Verhalten. Sie umfassen kognitive Kontrolle, Inhibition, Arbeitsgedächtnis und Flexibilität.“

 

Petermann, F. & Wrobel, S. (2011): Exekutive Funktionen bei Kindern. Hogrefe Verlag.

Echolalie


Echolalie bezeichnet das unmittelbare oder zeitlich verzögerte Wiederholen von gehörten Worten oder Sätzen. 

 

Dieses Phänomen tritt häufig bei autistischen Menschen oder in der Sprachentwicklung kleiner Kinder auf. Echolalie kann Ausdruck von Kommunikation, Verarbeitung oder emotionaler Regulation sein – auch wenn sie oft nicht dem üblichen Dialogverhalten entspricht. 

 

Sie ist nicht immer sinnlos, sondern kann funktional genutzt werden, z. B. um Aufmerksamkeit zu zeigen oder sich zu beruhigen.

 

Quelle:

Prizant, B.M. & Rydell, P.J. (1993): Assessment and intervention for echolalia in children with autism. Seminars in Speech and Language, 14(1), 23–33.

 

„Echolalia should not be seen solely as a deficit, but as a communicative attempt within the individual's available means.“

Erregungsniveau


Das Erregungsniveau beschreibt den Grad der Aktivierung des zentralen Nervensystems und beeinflusst, wie aufmerksam, wach oder angespannt eine Person ist. Es reicht von Tiefschlaf bis zu starker Übererregung (Hyperarousal). 

 

Besonders bei neurodiversen Menschen (z. B. Autismus, ADHS) kann das Erregungsniveau stark schwanken oder schwer regulierbar sein. Ein zu niedriges oder zu hohes Erregungsniveau kann die Konzentration, das Verhalten und die emotionale Stabilität beeinträchtigen.

 

Quelle:

Perry, B.D. (2006): Applying principles of neurodevelopment to clinical work with maltreated and traumatized children. In: N. Boyd Webb (Hrsg.), Working with Traumatized Youth in Child Welfare, Guilford Press.

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