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Joint Attention


Joint Attention – auf Deutsch „geteilte Aufmerksamkeit“ – bezeichnet die Fähigkeit, gemeinsam mit einer anderen Person die Aufmerksamkeit auf ein Objekt, Ereignis oder Thema zu richten. Dies geschieht oft durch Blickkontakt, Zeigegesten oder verbale Hinweise („Schau mal!“). 

 

Gemeinsame Aufmerksamkeit ist eine grundlegende soziale Fähigkeit, die früh in der Entwicklung auftritt und wichtig für Sprache, Lernen und soziale Interaktion ist. Bei autistischen Kindern ist Joint Attention oft erschwert oder verzögert.

 

Quelle:

Mundy, P. & Newell, L. (2007): Attention, joint attention, and social cognition. Current Directions in Psychological Science, 16(5), 269–274.

 

„Joint attention is fundamental for the development of language and social understanding, and its impairment is a hallmark of autism spectrum disorders.“

 

Tomasello, M. (1999): The Cultural Origins of Human Cognition. Harvard University Press.

Journaling als Coping-Strategie


Journaling (Tagebuchschreiben) ist eine bewusste Form des Schreibens, bei der Gedanken, Gefühle und Erlebnisse reflektiert und verarbeitet werden. Als Coping-Strategie hilft es, emotionale Belastungen zu ordnen, Stress abzubauen, Selbstwahrnehmung zu fördern und Klarheit in schwierigen Situationen zu gewinnen. 

 

Besonders bei neurodiversen oder hochsensiblen Menschen kann Journaling ein kraftvolles Mittel zur Selbstregulation und inneren Stabilisierung sein.

 

Quelle:

Pennebaker, J.W. (1997): Writing about emotional experiences as a therapeutic process. Psychological Science, 8(3), 162–166.

 

„Das expressive Schreiben kann zur Verbesserung der psychischen Gesundheit beitragen, indem es emotionale Verarbeitung und kognitive Reorganisation unterstützt.“

 

Baikie, K.A. & Wilhelm, K. (2005): Emotional and physical health benefits of expressive writing. Advances in Psychiatric Treatment, 11(5), 338–346.

Justizialisierung


Justizialisierung beschreibt den Prozess, bei dem gesellschaftliche oder zwischenmenschliche Konflikte zunehmend vor Gericht ausgetragen werden – etwa dann, wenn Eltern für die Rechte oder die angemessene Unterstützung ihres Kindes juristisch kämpfen müssen. 

 

Im Kontext von Inklusion, Schulbegleitung oder Eingliederungshilfe erleben viele Familien, dass Hilfen erst nach Widersprüchen, Klagen oder Urteilen gewährt werden. Dies führt oft zu emotionaler und finanzieller Belastung sowie einem Gefühl von Ohnmacht gegenüber Institutionen.

 

Quelle:

Bode, I. & Huster, E.-U. (2002): Justizialisierung im Sozialstaat – Von der Verwaltung zur Rechtsverfolgung? Zeitschrift für Sozialreform, 48(6), 697–720.

 

„Die zunehmende Justizialisierung sozialer Sicherung zeigt sich in der gerichtlichen Klärung von Leistungsansprüchen, die ursprünglich verwaltungstechnisch geregelt waren.“

 

Cremer, H. (2021): Menschenrecht auf Inklusion – Anspruch und Wirklichkeit. Deutsches Institut für Menschenrechte

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„Immer mehr Eltern sehen sich gezwungen, den Bildungsanspruch ihrer Kinder auf dem Klageweg durchzusetzen.“

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