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Kognitive Verhaltenstherapie (CBT)
Die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT – Cognitive Behavioral Therapy) ist ein wissenschaftlich fundiertes psychotherapeutisches Verfahren, das Gedanken, Gefühle und Verhalten als zusammenhängend betrachtet.
Ziel ist es, belastende Denkmuster zu erkennen und durch hilfreichere Sichtweisen zu ersetzen, um so emotionale und praktische Bewältigungsstrategien zu stärken. CBT wird bei vielen psychischen Erkrankungen eingesetzt, darunter Depressionen, Angststörungen, ADHS und Autismus-bedingte Belastungen.
Quelle:
Beck, J.S. (2011): Kognitive Verhaltenstherapie: Grundlagen und Anwendung. Springer Verlag.
„CBT basiert auf der Annahme, dass unsere Gedanken maßgeblich beeinflussen, wie wir uns fühlen und verhalten – und dass diese Gedanken veränderbar sind.“
Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – Leitlinien der evidenzbasierten Psychotherapie: www.awmf.org

Komorbidität
Komorbidität bezeichnet das gleichzeitige Vorliegen von zwei oder mehr Erkrankungen oder Störungen bei einer Person.
Im Bereich der Neurodiversität tritt Komorbidität häufig auf – z. B. wenn Autismus gemeinsam mit ADHS, Angststörungen, Depressionen oder Schlafproblemen diagnostiziert wird.
Komorbide Störungen beeinflussen sich oft gegenseitig und erfordern eine sorgfältige, differenzierte Diagnostik sowie abgestimmte Therapie.
Quelle:
Remschmidt, H. & Kamp-Becker, I. (2012): Autismus-Spektrum-Störungen. Springer Verlag.
„Komorbiditäten sind bei Autismus nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Sie beeinflussen Verlauf, Diagnostik und therapeutische Entscheidungen maßgeblich.“
ICD-11 (WHO, 2019): International Classification of Diseases – Kapitel zu psychischen und Verhaltensstörungen.
„Mehrere Diagnosen können gleichzeitig bestehen, wenn die Kriterien vollständig erfüllt sind und die Störungen voneinander unterscheidbar sind.“

Kommunikationsprofil
Ein Kommunikationsprofil beschreibt die individuellen Stärken, Bedürfnisse und bevorzugten Ausdrucksformen einer Person in der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Es berücksichtigt u. a. Sprache, nonverbale Signale, unterstützte Kommunikation (z. B. Gebärden, Bildkarten) sowie das Verstehen und Senden von Botschaften.
Besonders bei Menschen mit Autismus, Sprachstörungen oder kognitiven Beeinträchtigungen hilft ein Kommunikationsprofil dabei, Missverständnisse zu vermeiden und Teilhabe zu ermöglichen.
Quelle:
Fröhlich, A. (2013): Unterstützte Kommunikation in Theorie und Praxis. Kohlhammer Verlag.
„Ein Kommunikationsprofil bietet eine strukturierte Übersicht über die kommunikativen Möglichkeiten und Unterstützungsbedarfe einer Person.“
Bundesvereinigung Lebenshilfe (2020): Kommunikationsheft für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf – www.lebenshilfe.de

