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Low Arousal Approach
Der Low Arousal Approach ist ein deeskalierender pädagogischer und therapeutischer Ansatz, der auf Reizreduktion, Stressvermeidung und respektvolle Begleitung in herausfordernden Situationen zielt. Statt Konfrontation oder Kontrolle stehen Ruhe, Selbstregulation der Fachkräfte und ein verstehender Blick auf herausforderndes Verhalten im Mittelpunkt.
Der Ansatz wurde ursprünglich für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf entwickelt, findet aber zunehmend Anwendung in der Arbeit mit autistischen oder traumatisierten Personen.
Quelle:
McDonnell, A. (2019): The Low Arousal Approach: A Practical Guide to Supporting Children and Adults with Autism Spectrum Disorders. Studio 3 Publications.
„Low arousal approaches focus on reducing the demands placed on individuals, avoiding confrontation and supporting self-regulation during distress.“
Isaac, C., & O’Hare, A. (2015): De-escalation strategies in the management of challenging behaviour. British Journal of Nursing, 24(16), 847–851.

Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG)
Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) sind einfache Handzeichen, die begleitend zur gesprochenen Sprache eingesetzt werden. Sie helfen vor allem Kindern und Menschen mit Sprach- oder Kommunikationsbeeinträchtigungen, Wörter besser zu verstehen und sich verständlich zu machen.
LUG basiert meist auf Gebärden der Deutschen Gebärdensprache (DGS), wird aber nur unterstützend zur Lautsprache genutzt – nicht als eigenständige Sprache. Besonders in der Frühförderung, inklusiven Pädagogik oder bei Autismus wird LUG erfolgreich angewendet.
Quelle:
Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. (2021): Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG)
„LUG erleichtert den Zugang zur gesprochenen Sprache und stärkt die Ausdrucksfähigkeit – besonders bei Menschen mit eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten.“
Wilken, J. (2017): Unterstützte Kommunikation – Einführung und Praxis. Reinhardt Verlag.

Lernumfeldgestaltung
Lernumfeldgestaltung beschreibt die bewusste Gestaltung von räumlichen, sozialen und strukturellen Bedingungen, die das Lernen unterstützen und erleichtern.
Ein gut gestaltetes Lernumfeld ist reizangemessen, strukturiert, wertschätzend und an die individuellen Bedürfnisse der Lernenden angepasst – insbesondere bei neurodiversen Kindern. Dazu zählen klare Abläufe, visuelle Hilfen, Rückzugsorte und eine förderliche Beziehungsgestaltung im Schulalltag.
Quelle:
Feuser, G. (2011): Inklusive Pädagogik und Didaktik. In: Prengel, A. (Hrsg.), Pädagogik der Vielfalt.
„Lernumfelder müssen entwicklungslogisch, bedürfnisorientiert und beziehungsvoll gestaltet sein, um allen Kindern Teilhabe zu ermöglichen.“
Haeberlin, U. (2004): Fördern und integrieren – Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Kultusministerkonferenz (KMK, 2011): Leitlinien zur inklusiven Schulentwicklung

